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FWG-Frühjahrstagung 2010: Tourismusförderung an der Untermosel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Klaus Endris   
Montag, 05. April 2010
FWG-Frühjahrstagung 2010

Vorsitzender Klaus Endris konnte am 6. März 2010 im Bürgerhaus in Alken 25 Teilnehmer zur diesjährigen Frühjahrstagung zum Thema Touristikförderung begrüßen, unter ihnen Bürgermeister Bruno Seibeld, seinen Kollegen Albert Jung aus Treis-Karden, zahlreiche Ortbürgermeister und den Vorsitzenden der FWG Mayen-Koblenz, Karl Mannheim.
Endris betonte in seiner Einführung in die Tagungsthematik die Bedeutung des Fremdenverkehrs als bedeutsamer Wirtschaftsfaktor der Untermosel und die dringende Notwendigkeit einer zentralen, professionelleren und effektiveren Touristikförderung ohne Kirchturmdenken.
Diese Strukturänderungen müssten mit den Gemeinden und den Fraktionen im Rat gemeinsam angegangen werden.

Im ersten Referat stellte Tina Ackermann, die Beauftragte der Verbandsgemeinde für den Tourismus die Arbeit der Verwaltung vor. Sie verwies auf die neue Gestaltung des Internetauftritts der Untermosel mit dem neuen Werbefilm und den informativen, benutzerfreundlichen Angeboten, die gemeinsamen Anstrengungen mit Treis-Karden, die dazu geführt haben, dass im Jahr 2010 erstmalig die autofreie Aktion „Happy Mosel“ auch die untere Mosel ab Cochem umfasst, die Vorbereitungen der Teilnahme an der BUGA 2011 in Koblenz, die Programmgestaltung der Erlebnistage Untermosel mit den Vereinen und Ortsgemeinden und die Einrichtungen der fünf Traumpfade in Zusammenarbeit mit der REMET.
Sie berichtete von Messebesuchen im In- und Ausland gemeinsam mit den Nachbarn, der REMET und der Mosellandtouristik.
Als Ziele für 2010 sprach sie eine intensivere Vernetzung der touristischen Anstrengungen mit den Ortsgemeinden, den benachbarten Verbandsgemeinden und den Tourismusverbänden an. Aber auch eine stärkere Zusammenarbeit mit Gastronomen, Hoteliers, Winzer und aller am Tourismus beteiligten Institutionen wäre hilfreich für eine Verbesserung der Fremdenverkehrs- förderung.
In der anschließenden Aussprache kam auch noch die personelle und finanzielle Ausstattung des Touristikbüros zur Sprache. Hier müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden, damit die Tourismusförderung zielgerichteter und effektiver betrieben werden kann.

In der kurzen Kaffeepause stellte Bürgermeister Seibeld den ersten Teil des neuen Imagefilm der Untermosel vor. In den folgenden Pausen folgten jeweils die nächsten Teile des Films, einer- auch bei kritischer Betrachtung - gelungenen Darstellung der kulturhistorischen, gesellschaftlichen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten der Untermosel.

Im zweiten Referat wurde von der Touristikbeauftragten der VG Treis-Karden, Frau Brachtendorf und Bürgermeister Jung das Ferienland der VG Treis-Karden vorgestellt. In dieser Verbandsgemeinde haben alle 17 Ortsgemeinden (4 an der Mosel, 8 in der Eifel und 5 auf dem Hunsrück) ihr Touristikaufgaben auf die Verbandsgemeinde übertragen, mit der Folge, dass die Verbandsgemeinde Treis-Karden über eine wesentlich bessere Ausstattung für den Fremdenverkehr sowohl in personellen als auch in finanzieller Sicht verfügt.
Das Fremdenverkehrsbüro ist nicht in der Verwaltung, sondern zentral am Marktplatz untergebracht, soll aber in Kürze in etwas komfortablere Räume im Bahnhofsgebäude in Karden umziehen, eine interessante Idee, um auch die Bahn als touristischen Werbeträger wieder neu zu entdecken. Die Öffnungszeiten für Besuche werden täglich von 9.oo Uhr bis 12.00 Uhr - auch samstags – sein. Im Tourismusbereich arbeiten 1,5 Personen.
Schwerpunkte im Tourismusangebot sind Wandern, Radwandern, Wasserwandern, Kulturhistorische und Angebote rund um Winzer und Wein.
Bekannte Wanderwege sind der Buchsbaumwanderweg, der Schiefergrubenweg um Lütz und der Lenus-Marsweg zum Martberg. Neu ist die Stiftsherrnführung und der Einsatz eines „Burgenbusses“ wegen der ÖPNV Problematik. Bei der VG Treis-Karden arbeiten die Wirtschaftsförderung und das Tourisikbüro eng zusammen. In Zusammenarbeit mit dem Sportbund Rheinland wurde ein Werbefilm der Region mit dem ehemal. Fußballprofi Hartmann erstellt (www.treis-karden.de).
Eine beachtenswerte Maßnahme ist der Wirtestammtisch, der ca. alle 4-5 Wochen immer mittwochs von 14.oo bis 17.oo Uhr mit professioneller Begleitung durchgeführt wird und an dem alle wichtigen Hotels und Gastronomen teilnehmen. Die Moderationskosten übernimmt die VG.
Bürgermeister Albert Jung plädierte in seiner zusammenfassenden Stellungnahme für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit beider VG`s, da die tourist. Angebotspalette mit der Vielzahl der Burgen zw. Koblenz und Cochem, bekannter kulturhistor Sehenswürdigkeiten, landschaftlicher Besonderheiten und dem Steillagenweinbau eine solche Dichte aufweist wie in keiner anderen Region. Er regte auch eine engere Zusammenarbeit zwischen den Jachthäfen an und betonte nochmals eine gemeinsame Werbeaktion unter dem Motto: Ferienpark Burgen und Wein an der Terrassenmosel.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen führte Ortsbürgermeister Walter Escher die Teilnehmer durch den Ort zu einigen der zahlreichen Sehenswürdigkeiten Alkens und erläuterte das Tourismuskonzept seiner Gemeinde.
Aus Kostengründen musste das Touristikbüro des Verkehrsvereins im alten Rathaus leider geschlossen werden.
Hier wurde die Diskussion nochmals angeschoben, die bereits bei der Aussprache zu Treis-Karden aufgegriffen worden war: Touristikbüros nicht in den Verwaltungen, sondern an zentralen Plätzen in den Orten zu errichten, um Kräfte zu bündeln, dem Gast entgegenzukommen und in den wichtigen Fremdenverkehrsgemeinden präsent zu sein.
Christoph Gietzen fasste als Fraktionsvorsitzender der FWG nochmals die wesentlichen Zielsetzungen der Freien Wähler für die künftige Tourismusförderung der Verbandsgemeinde und die Notwendigkeit von Vernetzungen in und mit der Region zusammen.

In der abschließenden Diskussion wurden die Ergebnisse des Tages in einem Zehn-Punkte Programm zusammengefasst und der Fraktion als Auftrag zur politischen Umsetzung an die Hand gegeben:

  1. Überprüfung der Verteilung der touristischen Aufgaben zwischen Verbands- und Ortsgemeinden
  2. Abschaffung der Sonderumlage
  3. Prüfung, ob die finanziellen Mittel der VG angemessen sind und angepasst werden sollten
  4. Zeitrahmen für die Fraktion der FWG, in dem die Strukturen überprüft werden
  5. Konzept zur Sicherstellung der Diskussion in den FWG-Ortsfraktionen
  6. Stammtisch der gastronomischen Leistungsträger mit professioneller Begleitung (Anstoß VG)
  7. Intensivierung der Zusammenarbeit der VGn Untermosel und Treis-Karden und ggf. andere Nachbarkommunen.
  8. Vorhandene Tourismus-Büros unterstützen, nutzen und Beibehaltung anstreben (möglichst nicht in Verwaltungsgebäuden)
  9. Integration der Vereinstätigkeiten in das Tourismus-Konzept
  10. Erlebnis-Freibad Winningen

Zum Abschluss bedankte sich Vorsitzender Klaus Endris bei den Referenten, der ausrichtenden FWG Alken und allen Teilnehmern für die Informationen, die intensiven Erörterungen und Diskussionen und das erfolgreiche Tagungsergebnis.

Letztes Update ( Mittwoch, 07. April 2010 )
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