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Situation der Nahversorgung in vielen Dörfern ist unbefriedigend PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von FWG Untermosel e.V.   
Samstag, 21. August 2010
FWG Untermosel e.V. - Situation der Nahversorgung in vielen Dörfern ist unbefriedigend

Die Fraktion der FWG Untermosel fordert eine zügige Verabschiedung des Einzelhandelskonzepts nach Beteiligung der Ortsgemeinden und der benachbarten Kommunen.

Das vom Verbandsgemeinderat beauftragte Einzelhandelskonzept hat allen nochmals klargemacht: Die Situation der Nahversorgung in vielen Dörfern der Untermosel ist unbefriedigend. In vielen Ortsgemeinden fehlen kleinere Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien oder Metzgereien, weil sich mit zunehmender Mobilität auch das Kaufverhalten der Menschen geändert hat. Die FWG Untermosel begrüßt jede nachhaltige Initiative in den Ortsgemeinden, durch die wieder mehr Läden in die Orte kommen können. Wir befürchten aber, dass sich die derzeitige Situation ohne erhebliche staatliche Förderung kurz- oder mittelfristig nicht ändern lassen wird.


Anders liegen die Dinge aber hinsichtlich der Ansiedlung neuer großflächiger Lebensmittelgeschäfte, insbesondere Lebensmitteldiscounter. An der Untermosel gibt es im Vergleich zum Bundesdurchschnitt viel zu wenig Verkaufsfläche für derartige Geschäfte. Folge hiervon: Kaufkraft wandert aus unserer Verbandsgemeinde in die umliegenden Kommunen ab. Dies könnte sich schon bald ändern, zeigen doch Betreiber von Discountern Interesse an Neuansiedlungen. Dass die Anfragen sich auf die Umfeld-Gemeinden der Moselgold-Brücke (Kobern-Gondorf, Dieblich und Niederfell) beschränken, ist sicherlich aus Sicht anderer Ortsgemeinden zu bedauern. Dies allein rechtfertigt aber keine grundlegende Änderung des Konzeptentwurfs.
Denn ein Geschäft von über 2.000 qm in Kobern-Gondorf oder von über 800 qm in anderen Ortsgemeinden wird nur genehmigungsfähig sein, wenn die zuständige Planungsbehörde dem Einzelhandelskonzept zustimmt.
Dies setzt aber die Verabschiedung des Konzepts voraus, das die Grundlage für die Zustimmung ist. Nur hierdurch wird Planungssicherheit geschaffen, nur hierdurch Neuansiedlungen überhaupt erst ermöglicht! Und dies liegt im Interesse viele Einwohner unserer Verbandsgemeinde, ihre Wege zum Einkauf werden kürzer. Und es erhöht sich die Steuerkraft der Ansiedlungsgemeinde, was letztlich ebenfalls der gesamten Verbandsgemeinde zugute kommt.
Deshalb tritt die FWG Untermosel dafür ein, dass die Beratungen zum Einzelhandelskonzept zügig zum Abschluss gebracht werden.

Letztes Update ( Montag, 30. August 2010 )
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