 Der Verbandsgemeinderat Untermosel hatte bereits im letzten Jahr, nachdem sich verschiedene Fusions-Szenarien aufgetan hatten, einen Grundsatzbeschluss gefasst, nachdem unsere Verbandsgemeinde für Fusionsgespräche grundsätzlich bereit ist. Als mögliche Fusionspartner waren schon damals die Verbandsgemeinde Rhens sowie die Verbandsgemeinde Treis-Karden nach den Kriterien des Gesetzgebers zu erkennen. Der Verbandsgemeinderat Untermosel hat damals ebenfalls dazu aufgerufen, die „Freiwilligkeitsphase“ (bis 30.06.2012) zu nutzen, da hier noch mit finanziellen Anreizen gerechnet werden kann.
Ein erstes Gespräch mit den Vertretern der Verbandsgemeinde Treis-Karden zeigte, dass die im Beschluss des Verbandsgemeinderates Untermosel enthaltene Festlegung „Zugehörigkeit der neuen Verbandsgemeinde und somit aller Ortsgemeinden zum Landkreis Mayen-Koblenz“ für die Vertreter der Verbandsgemeinde Treis-Karden nicht annehmbar war. So wurden die Fusionsgespräche mit der Verbandsgemeinde Treis-Karden nicht weitergeführt; die Verbandsgemeinde Treis-Karden möchte mit ihren Ortsgemeinden weiterhin die Zugehörigkeit zum Landkreis Cochem-Zell wahren. Die offene Gesprächsführung in angenehmer Atmosphäre wird die guten nachbarschaftlichen Beziehungen mit der Verbandsgemeinde Treis-Karden stärken und mögliche Kooperationen in einzelnen Sachthemen ermöglichen.
Auch die Fusionsgespräche mit der Verbandsgemeinde Rhens wurden zwischenzeitlich weitergeführt.
Eine mögliche Fusion mit Rhens erscheint vielen Bewohnern unserer Gemeinden auf den ersten Blick als „nicht passend“. Für uns ist die regionale Identität zur „Terrassenmosel“ gegeben, für die Rheingemeinden (Rhens, Brey und Spay) ist dies die Zugehörigkeit zum „Mittelrheintal“ während die Einwohner von Waldesch doch eine „relative Nähe“ zur Untermosel haben.
Bei all den Fusions-Szenarien ist zu bedenken, dass Verbandsgemeinden keine historisch gewachsenen Gebilde sind; sie sind in erster Linie Verwaltungseinheiten, deren Grenzen zuletzt bei der Gebietsreform im Jahre 1970 verändert wurden. Damals sind Gemeinden aus den vorherigen Ämtern Münstermaifeld, Winningen, Brodenbach und Polch zu unserer heutigen Verbandsgemeinde Untermosel zusammengeführt worden, wobei damals auch die Landkreise (Mayen, Koblenz und St. Goar) verändert wurden.
Nun ist es sinnvoll und notwendig, dass wir auch mit unseren Einwohnern und Bürgern in all unseren Ortsgemeinden über die mögliche Fusion mit der Verbandsgemeinde Rhens und ihren Ortsgemeinden und die damit zu erwartenden Auswirkungen diskutieren und ins Gespräch kommen. Bei einem derartigen Prozess ist es wichtig, die Bevölkerung von Anfang an „mitzunehmen“. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass beide bisherigen Verwaltungsstellen bestehen bleiben und der Bürgerservice hier wie da aufrecht erhalten wird. Dennoch sind beachtenswerte Synergien möglich, die nach dem vorliegenden Gutachten langfristig zu Einsparungen führen können.
Auf Ebene der Verbandsgemeinde wurde eine Lenkungsgruppe gebildet, der die Beigeordneten sowie die Vorsitzenden der im Verbandsgemeinderat vertretenen Fraktionen angehören. Die Lenkungsgruppe wird am kommenden Montag über Eckpunkte beraten, die für eine mögliche Fusion von Bedeutung sind sowie einen möglichen Zeitplan erörtern.
Mit den Ortsbürgermeistern unserer Ortsgemeinden hatte ich dieses in der letzten Ortsbürgermeisterdienstbesprechung am 17. August erörtert. Weiter beabsichtige ich, in den nächsten Monaten eigens zu dieser Thematik Einwohnerversammlungen in allen Ortsgemeinden durchzuführen, damit sich die Einwohnerinnen und Einwohner vor Ort informieren und auch Bedenken vorbringen können.
Letztlich sind für eine „freiwillige Fusion“ nicht nur zustimmende Beschlüsse der Verbandsgemeinderäte sondern auch mindestens jeweils der Mehrzahl der Ortsgemeinden jeder Verbandsgemeinde notwendig.
Wird die „Freiwilligkeitsphase“ (bis 30.06.2012) seitens der Verbandsgemeinde Rhens nicht genutzt, hat sich der Gesetzgeber eine gesetzliche Regelung vorbehalten, die durchaus das gleiche Ergebnis (Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Untermosel und Rhens) haben könnte – dann allerdings ohne weitere finanzielle Anreize.
Spendenaktion gegen Kinderarmut
Wie berichtet hat die Verbandsgemeinde Untermosel den Erlebnistag „Happy Mosel“ zum Anlass genommen, die diesjährige Spendenaktion der Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz zu unterstützen. Unter dem Motto „Radeln gegen Kinderarmut“ wurden an diesem Erlebnistag und darüber hinaus Spendenlose angeboten. Auch in einigen Ortsgemeinden sind Unterstützungsaktionen gelaufen. Die im Verbandsgemeinderat vertretenen Aktionen haben allesamt mit Spendenbeiträgen ebenfalls zur Unterstützung dieser Aktion beigetragen.
Das Gesamtergebnis beläuft sich nunmehr auf 7.395,63 Euro.
Im Einzelnen:
- Losverkauf der Verbandsgemeinde „Radeln gegen Kinderarmut“
1.570,00 Euro
- Spenden der Fraktionen im Verbandsgemeinderat (CDU, FWG, SPD, FDP und Bündnis 90/Grüne)
370,00 Euro
- Aktionen in den Ortsgemeinden:
Alken - 40,00 Euro Burgen - 30,00 Euro Dieblich - 100,00 Euro Hatzenport - 385,00 Euro Kobern-Gondorf - 200,00 Euro IG Bourschfest Dreckenach - 3.250,63 Euro SV Untermosel - 60,00 Euro Lotto-Annahmestelle Leyendecker - 30,00 Euro Lehmen - 455,00 Euro Löf - 153,83 Euro Niederfell - 200,00 Euro Nörtershsn./FC Nörtershsn.-Udenhsn. - 200,00 Euro Wolken - 200,00 Euro Winningen - 151,00 Euro
Damit ist ein Gesamtergebnis von 7.395,63 Euro erreicht.
Allen, die diese Spendenaktion „gegen Kinderarmut“ unterstützt haben gilt ein herzliches „Dankeschön“. Sie alle haben mit Ihrer Spende, mit Ihrem Engagement und Ihrem Einsatz gezeigt, dass wir nicht nur dann, wenn Hilfe im eigenen Umfeld notwendig ist, sondern auch für andere Hilfsaktionen ein offenes Herz haben und als große Solidargemeinschaft hinter jeder „guten Sache“ stehen.
Ende der Badesaison 2011 im Freibad Winningen
Nach einem durchwachsenen Sommer mit wenigen langen Schönwetterperioden und viel Regen neigt sich die Freibad-Saison ihrem Ende zu. Nach den derzeitigen Wetterprognosen ist das Ende der sommerlichen Temperaturen bald erreicht.
Das Freibad Winningen wird am Sonntag, 4. September 2011 zum letzten Mal in diesem Jahr geöffnet sein.
Nicht verbrauchte 10er- und 30er-Karten haben auch in der Saison 2012 noch Gültigkeit.
Wir möchten nochmals allen Badegästen sehr herzlich für ihre Besuche danken und freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen im Jahre 2012 bei hoffentlich besserem Badewetter.
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