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Kommunale Gebietsreform - Fusionsgespräche PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Bruno Seibeld   
Freitag, 04. November 2011
Bruno Seibeld - Der Bürgermeister informiert

Bereits im Herbst letzten Jahres hatte der Verbandsgemeinderat Untermosel einen Grundsatzbeschluss gefasst, mit dem die Bereitschaft zur Führung von Fusionsgesprächen für die betroffenen Nachbarkommunen (Verbandsgemeinde Treis-Karden und Verbandsgemeinde Rhens) signalisiert.

Ein erstes Gespräch mit den Vertretern der Verbandsgemeinde Treis-Karden im August zeigte, dass die im Beschluss des Verbandsgemeinderates Untermosel enthaltene Festlegung „Zugehörigkeit der neuen Verbandsgemeinde (und somit auch aller Ortsgemeinden) zum Landkreis Mayen-Koblenz“ für die Vertreter der Verbandsgemeinde Treis-Karden nicht annehmbar war. So wurden die Fusionsgespräche in dieser Richtung nicht weitergeführt.


Nach dem offiziellen Antrag der Verbandsgemeinde Rhens vom 07. Juni 2011 wurden auch hier die Fusionsgespräche aufgenommen.

In der Sitzung des Verbandsgemeinderates Untermosel am 27. Oktober wurde nunmehr ein Grundsatzbeschluss gefasst. Danach wird die Verwaltung beauftragt, auf der Grundlage der bisherigen Gespräche die Verhandlungen mit der Verbandsgemeinde Rhens fortzuführen mit dem Ziel, dem Verbandsgemeinderat bis zum 30.06.2012 eine beschlussreife Fusionsvereinbarung zur Beschlussfassung vorzulegen.

Nach diesem Grundsatzbeschluss werde ich nun, wie bereits angekündigt, zu Informationsabenden in den Ortsgemeinden – in Abstimmung mit der jeweiligen Gemeinde - einladen. Im Rahmen dieser Einwohnerversammlungen wird allgemein über die Auswirkungen, Chancen und Risiken informiert und mit den Anwesenden diskutiert.

Die Lenkungsgruppe der Verbandsgemeinde Untermosel (Bürgermeister, Beigeordnete und Fraktionsvorsitzende) wird Anfang November erstmals ein gemeinsames Gespräch mit den Vertretern der VG Rhens führen.

Für eine „freiwillige Fusion“ sind nicht nur zustimmende Beschlüsse der beiden Verbandsgemeinderäte, sondern auch mindestens jeweils die Mehrzahl der Ortsgemeinden jeder Verbandsgemeinde notwendig (Rhens 3 von 4 Ortsgemeinden, Untermosel 8 von 14 Ortsgemeinden), wobei in diesen dann jeweils auch mehr als die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner wohnt.

Ein Zusammenschluss mit Rhens erscheint vielen auf den ersten Blick als „nicht passend“. Dies haben einige Ratsmitglieder in der Sitzung des Verbandsgemeinderates auch zum Ausdruck gebracht. Für uns ist die regionale Identität zur „Terrassenmosel“ gegeben, für die Rheingemeinden (Rhens, Brey und Spay) ist dies die Zugehörigkeit zum „Mittelrheintal“ während die Einwohner von Waldesch doch eine „relative Nähe“ zur Untermosel haben.

Verbandsgemeinden sind auch zukünftig in erster Linie Verwaltungseinheiten die im Laufe der Zeit immer wieder eine Neuordnung erfahren, ja erfahren müssen. Bei der letzten Gebietsreform im Jahre 1970 ist unsere heutige Verbandsgemeinde Untermosel (mit Gemeinden aus den früheren Ämtern Winningen, Brodenbach, Münstermaifeld und Polch) entstanden, damals auch in Änderungen von Kreisgrenzen (Mayen, Koblenz und St.Goar).

In folgenden Ortsgemeinden ist der Informationsabend wie folgt terminiert:

OrtDatumUhrzeitRäumlichkeit
Alken29.11.201119.30 UhrBürgerhaus, Schulstr. 1-3
Hatzenport08.12.201119.30 UhrGasthaus Traube
Kobern-Gondorf15.11.201119.30 UhrMusikraum/Schlossberghalle
Löf22.11.201118.30 UhrBürgerraum/Sonnenringhalle
Macken16.11.201119.30 UhrDorfgemeinschaftshaus
Nörtershausen30.11.201118.30 UhrDorfgemeinschaftshaus
Winningen24.11.201119.30 UhrAltes Turnerheim, Neustraße
Wolken17.11.201119.30 UhrGemeindehaus

RWE Klimaschutzpreise in Kobern-Gondorf überreicht

  • Gewinner der Verbandsgemeinde Untermosel ausgezeichnet
  • Sechs Initiativen für den Klimaschutz aus den Ortsgemeinden
  • RWE Deutschland stellt 1.750 Euro Preisgeld zur Verfügung

RWE Deutschland und die Verbandsgemeinde Untermosel haben jetzt sechs Initiativen aus der Verbandsgemeinde Untermosel mit dem RWE Klimaschutzpreis 2011 gewürdigt. Verbandsbürgermeister Bruno Seibeld und RWE Regionalleiter Michael Dötsch gratulierten den Gewinnern, die insgesamt 1.750 Euro Preisgeld bekamen. Ausgezeichnet wurden: die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Lehmen, der Sportverein TSV Lehmen, die Initiativgruppe Frosch- und Amphibienschutz Macken, der Anglerclub Niederfell e.V. und die Familien Etzkorn aus Macken und Wetterauer aus Oberfell. Sie haben im vergangenen Jahr Ideen zur Steigerung der Energieeffizienz und, die dem Umweltschutz dienen umgesetzt.

Dötsch erläuterte die Intention des RWE Klimaschutzpreises: „Wir zeichnen mit diesem Preis Leistungen aus, die in besonderem Maße zur Erhaltung natürlicher oder Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen beitragen.“ Dazu können Ideen zur Vermeidung von Abfall ebenso gehören, wie zur Nutzung alternativer Energien. Den Preis haben RWE Deutschland und die Verbandsgemeinde Untermosel gemeinsam ausgelobt. Dötsch begrüßte das Engagement der sechs Gruppen: „Mit Maßnahmen wie der Verleihung des Klimaschutzpreises will RWE Deutschland das Engagement der Menschen nachhaltig fördern und beispielhafte Ergebnisse herausstellen und würdigen.“

Warum die Ortsgemeinde Oberfell Silvia Wetterauer für den Preis nominiert hat, erklärte Bürgermeister Gottfried Thelen. Die junge Frau habe ihr Wohnhaus energetisch auf das Niveau eines Neubaus gebracht. In dem im Jahre 2002 vollständig entkernten Haus seien unter dem Aspekt energiesparender Maßnahmen eine neue Heizungsanlage und neue Fenster eingebaut worden. Das Dach wurde ausgebaut, mit Steinwolle gedämmt und mit Naturschiefer neu eingedeckt. Zusätzlich sei die Außenfassade neu gedämmt und mit atmungsaktiver Farbe gestrichen worden, lobte der Bürgermeister die Preisträgerin.

Die Nominierung der Initiativgruppe für den vorbildlichen Einsatz zum Schutz von Fröschen und Amphibien im Baybachtal begründete Ortsbürgermeister Peter Scheidweiler. Seit vielen Jahren sorgen engagierte Mitglieder im Frühjahr über einen Zeitraum von sechs Wochen morgens und abends im Bereich der weitläufigen Teichanlagen einer Forellenzucht entlang der Landstraße 205 für den sicheren Transport unzähliger Frösche, Kröten und Molche über die Landstraße hinweg zu deren Laichplätzen.

Der Angelclub Niederfell e.V. hat im Jahre 2003 die Patenschaft über den Aspeler Bach übernommen. Seither leisten die Mitglieder des Vereines einen wichtigen Beitrag zum Wohle des Gewässers und der ihm lebenden Tierwelt. Mehrmals jährlich entfernen sie Äste und Gestrüpp aus dem Bach, um die Fließgeschwindigkeit zu erhöhen. Die Realschule Plus führt jährlich biologische Untersuchungen am Aspeler Bach durch. „Dadurch werden sowohl dem Bachpaten als auch der Verbandsgemeinde Untermosel wertvolle Hinweise zum Zustand des Baches und für eventuell notwendige Renaturierungsarbeiten gegeben“, sagt Bürgermeister Heinz-Jürgen Meidt.

Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lehmen hat bei der Erweiterung der vereinseigenen Schützenhalle zu einer erheblichen Verbesserung des Wärmeschutzes beigetragen, indem der Kleinkaliberstand zum großen Teil überdacht und ein Pistolenstand integriert wurde. Die Schießluken des Kleinkaliberstandes sind jetzt nicht nur vor Wind, Wetter und Zugluft geschützt, sondern der gesamte Hallenbereich ist gut isoliert, was auch geringere Heizkosten zur Folge hat.

Der Sportverein TSV Lehmen wurde für den energiebewussten, natur- und ressourcenschonenden Umbau des Sportparkgeländes ausgezeichnet. Der Verein hat die Außenwände der Sporthalle mit Isoliersteinen verkleidet und das Hallendach neu gedämmt. Am Hanggelände des Sportparks wurde eine Schmetterlingswiese geschaffen. Die Beregnungsanlage des Tennenplatzes wurde optimiert und die Verwendung von Frischwasser zur Platzberieselung um 25 Prozent reduziert.

Familie Etzkorn aus Lehmen-Moselsürsch hat beim Umbau ihrer rund 150 Jahre alten Scheune zum Wohnbereich viel Wert auf ökologisches Bauen mit naturnahen Produkten gelegt. So wurden nur Hölzer aus nahegelegenen Wäldern verbaut. Die Dach- und Wandflächen hat die Familie mit Holzwolle gedämmt. In den neuen Räumen kommt eine moderne Pelletheizung zum Einsatz.

Letztes Update ( Samstag, 05. November 2011 )
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